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Jahreshauptversammlung Heimatverein Versen

Der Vorsitzende Ludwig Mühlenstädt gab einen Ausblick auf die kommenden Aktivitäten des Vereins.

(18.03.2011)  mew Meppen. Die Formulierung einer Satzungsänderung war Hauptdiskussionspunkt in der Jahreshauptversammlung des Heimatvereins Versen in ihrem Heimathaus. Dazu hatte der erste Vorsitzende Ludwig Mühlenstädt die Meppener Rechtsanwältin Birte Wolken eingeladen.
Da der Heimatverein in verschiedensten Zweigen tätig ist, sei eine Änderung der Satzung unumgänglich. Eine Versicherung hätte bei der Betrachtung im Zuge der Werkstatteröffnung auf eine mögliche Problematik aufmerksam gemacht, erläuterte Mühlenstädt den Grund der Änderung. „Kinder, Jugendgruppen, Frauen, Senioren, der Heimatverein Versen bietet verschiedensten Gruppen Angebote, insbesondere jetzt mit der neuen Holzwerkstatt. Verschiedene Personengruppen bedeutet auch größeres Gefahrenpotential, dies muss sich in der Satzung niederschlagen“, erklärte die Rechtsanwältin Birte Wolken. Allerdings reiche es, wenn die Satzung die Begriffe Kunst, Kultur und Jugendpflege mit einschließen würde. Leider bedürfe es aber einer erneuten Mitgliederversammlung, da ein Registergericht nicht mehr wie früher üblich, Satzungsänderungen oder Erweiterungen während einer Versammlung akzeptiere. Die neue Satzungsformulierung soll allerdings laut Mühlenstädt zügig erfolgen, so dass möglicherweise im Zuge des Maibaumaufstellens die Änderung offiziell beschlossen werden kann.
Äußerst positiv bewertete der Vorsitzende die Resonanz auf etliche Aktivitäten, die vom Heimatverein im abgelaufenen Jahr durchgeführt wurden und auch in diesem Jahr wiederholt würden. „Ein festes Jahresprogramm hat sich bewährt, daran möchten wir festhalten.“ Beispielsweise hätte sich eine evangelische Pastorin aus Lüneburg gemeldet, die übers Internet vom letztjährigen Palmkreuzbasteln las und nun gerne eine große Menge bestellen würde. „Dies ist leider nicht möglich“, erklärte Maria Mühlenstädt, „allerdings werden wir einige Palmenkreuze schicken, die einen jeweiligen Arbeitsschritt darstellen und die Gemeinde selbst ihre eigenen Kreuze basteln kann.“
Neben der Werkstattnutzung und diverser Bastelaktionen erfreute sich ebenso das jährliche Rockkonzert gerade bei jungen Leuten großer Beliebtheit. Hier böte sich die Möglichkeit, junge Menschen an den Heimatverein zu binden, so Mühlenstädt. Immerhin müsse gerade ein Heimatverein damit leben, Mitglieder zu verlieren. In diesem Zusammenhang würdigte er die Dienste des kürzlich verstorbenen Mitglieds Heinrich Dreyer, der in vorbildlicher Weise bei der Gestaltung der Werkstatt, der Mühle und des Korpus mitwirkte, aber auch darüber hinaus immer hilfsbereit dem Verein zur Seite stand.
Für das kommende Jahr sind erneut zahlreiche Veranstaltungen geplant. Mühlenstädt verwies dabei unter anderem auf eine naturkundliche Radwanderung mit Tobias Böckermann in ein nahegelegenes Naturparadies im Mai und dem Mühlenfest im August. In naher Zukunft, nämlich im Jahr 2013, stünde das hundertjährige Bestehen des Bürgerschützenvereins Versen an. Hier würde man dem Verein natürlich volle Unterstützung anbieten, „Selbstverständlich steht euch das Heimathaus zur Verfügung“, versprach Mühlenstädt in Richtung des Schützenvereinsvorstandes.
Neu in den erweiterten Vorstand wählte die Versammlung Franz Schröer. Er soll sich zukünftig insbesondere um die Kunst in der Werkstatt kümmern. Neuer Kassenwart wurde Rudi Kremer. Dieser tritt die Nachfolge von Gregor Höfter an, der aus eigenem Wunsch ausschied. Die zweite Vorsitzende Christel Wolken hingegen kandidierte erneut und wurde in ihrem Amt bestätigt. Gaby Többen schied satzungsgemäß nach zweijähriger Amtszeit als Kassenprüferin aus. Wilfried Jongebloed übernahm ihren Posten.